Robert Stephan Bolli

Linda Graedel im Kulturzentrum "Sternen" in Thayngen

Linda Graedel, die weit über die Region bekannte Künstlerin und Gerichtszeichnerin, zeigt noch bis Mitte Oktober einen repräsentativen Querschnitt über ihr Kunstschaffen. Den dazu passenden Rahmen bieten die urtümlich, archaisch anmutenden Räumlichkeiten des "Sternen" geradezu in idealer Weise an. Die Künstlerin selbst liess es sich nicht nehmen, am Wochenende vom Freitag, den 18. bis Sonntag, den 20. September - auch im Rahmen der Museumsnacht Schaffhausen/Hegau - einigen Veranstaltungen im "Sternen" beizuwohnen und dem interessierten Publikum Fragen zu beantworten.

und hier ein kleiner Überblick:

 

 

Anastasia (links, 2018) und Brian Adams (2017) am "Stars in Town"

 

 

Pegasus (Stars in Town, 2025)

 

  Miles Davis (Jazzfestival SH, 20??)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Plakatsammlung

 

  Tänzer/innen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Nester und Kokons

 

  Linda Graedel (links) mit Besucherin

 

Publiziert: 22. September 2026                               Fotos: Robert Bolli

 

 




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Michelangelo in Klosters

Es wirkt fast surreal: eine der berühmtesten Skulpturen der Welt steht diesen Sommer mitten in den Bündner Bergen. Dort, wo sonst Wanderer, Kühe und Bergwiesen das Bild prägen, ragt plötzlich Michelangelos "David" in den Himmel - als kraftvolle Verbindung zwischen Renaissance, Natur und zeitgenössischer Kultur.

Was auf den ersten Blick wie ein spektakuläres Kunstprojekt erscheint, ist weit mehr als eine aussergewöhnliche Ausstellung. Mit "David in den Alpen" ist in Klosters ein kulturelles Ereignis von internationaler Ausstrahlung entstanden, das Kunst, Tourismus, Bildung und regionale Identität auf einzigartige Weise miteinander verbindet.

Die monumentale Marmorfigur gilt als eine der bedeutendsten Skulpturen der Kunstgeschichte. Michelangelo schuf den "David" zwischen 1501 und 1504 in Florenz. Bis heute steht die Figur sinnbildlich für Mut, Stärke und den Glauben daran, auch grosse Herausforderungen überwinden zu können. Der junge David, der den übermächtigen Goliath besiegt, wurde zum Symbol menschlicher Entschlossenheit - und genau diese Botschaft soll nun in den Alpen einen neuen Kontext erhalten.

Die Idee dazu stammt vom Künstler und Bildhauer Christian Bolt sowie seinem Projekt "Scultura Viva". Ziel ist es, das weltgeschichtliche Erbe der Bildhauerei lebendig zu halten und gleichzeitig einen kulturellen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen. Klosters wird dabei bewusst nicht nur als Tourismusdestination verstanden, sondern als Ort der Inspiration, Reflexion und kulturellen Weiterentwicklung.

Doch die Ausstellung geht weit über einen spektakulären Fotomoment hinaus. Im Angebot sind Führungen, kulturelle Veranstaltungen, Atelierbesuche und internationale Meisterklassen für Bildhauerei. Junge Künstlerinnen und Künstler sowie Fachpersonen aus ganz Europa sollen in Klosters zusammenkommen, um traditionelle Techniken der akademischen Bildhauerei weiterzuentwickeln und in die Gegenwart zu übertragen.

Damit erhält die Region nicht nur einen temporären Kulturbotschafter von internationalem Format, sondern auch neue Impulse für den Sommertourismus. Gemeinsam mit Partnern wie dem Kirchner Museum, der Kulturgesellschaft Klosters oder internationalen Kulturinstitutionen soll ein Netzwerk entstehen, das Kultur, Bildung und Tourismus miteinander verbindet. Auch Kooperationen mit Florenz und Carrara sind vorgesehen.

Die Verbindung von Kultur und Natur spielt dabei eine zentrale Rolle. Während vielerorts digitale Bilder und künstliche Intelligenz zunehmend den Kulturbetrieb prägen, setzt "Scultura Viva" bewusst auf das Handwerk, auf Materialität und auf die menschliche Fähigkeit, Schönheit mit den eigenen Händen zu erschaffen. Gerade in einer Zeit, permanenter Beschleunigung erhält diese Haltung eine besondere Bedeutung.

Die Enthüllung der Skulptur fand Anfang Juli 2026 statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Skulptur soll bis Ende Oktober 2026 in Klosters verweilen.

Text: Klosters Tourismus; Fotos: Robert Bolli

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




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Goshaart und die Katzen von Tbilissi

Die Katzen und Fabelwesen von Goshaart (eigentlich Gosha "GoshaArt" Dimitruk) finden sich in der Tbilisser Altstadt in jeder Ecke. Es scheint, als hätten sie die Macht längst ergriffen und Gosha ist nur der Überbringer der Botschaft.

Gosha wuchs in Sibirien auf. Er studierte in Moskau und emigrierte mit Anfang 40 nach Georgien. Das Zeichnen und Malen hat er sich selbst beigebracht. Seine ersten Werke erschienen etwa 2016. Inzwischen findet man über 50 Werke über die ganze Altstadt von Tbilissi verteilt.

Elektrokästen und Bauzäune - die langweiligsten Elemente der Straße - verwandelt Gosha in originelle Kunstwerke und bewahrt sie auf diese Weise vor mutwilliger Zerstörung.

Dabei werden seine Werke selbst regelmäßig Opfer von Vandalismus, sei es aus antirussischen Motiven oder weil er sich auf Instagram zu provokant als der "wichtigste Maler in Tbilissi" bezeichnet hat. Tatsache ist, er schafft mit seinen Werken zauberhafte Oasen und lockt selbst bei den größten Street Art Muffeln ein anerkennendes Schmunzeln hervor.

Seine Hauptsujets sind die schwarzen Katzen und Fabelwesen, wie das Alien von HR Giger. Die Geschichten handeln oft von lokalen Besonderheiten, sie sind witzig und warmherzig. 

Hier eine kleine Auswahl:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tbilissi (Tiflis) / Georgien, Mitte August 2026              Fotos: Robert Bolli

 

 




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"Auf der Veranda"

Albert Tschautsch (1843 - 1922)  "Auf der Veranda" 1892; Öl auf Leinwand; 104 x 79 cm; Privatsammlung

Publiziert: 26. Juni 2026




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